Klare Gedanken, klare Worte, klare Ziele: Sprache ist ein Bogen, Worte sind die Pfeile. Das Ziel: Kunden oder Zielgruppen, die bislang nicht erreicht wurden.

Die Ursachen für das Nichterreichen der Ziele können vielfältig sein. Doch fast immer liegt es auch an einer nicht hinreichend treffsicheren Sprache. Gemeinsam mit unseren Kunden erarbeiten wir Strategien und Konzepte und liefern die zum Erfolg führende sprachliche Umsetzung.

Unser Angebot: Wir prüfen den Sprachstatus kostenlos und unterbreiten ein unverbindliches Angebot. Einfach einige Sprachproben (Broschüren, Anschreiben, sonstige Texte) einsenden an: hallo@wort-und-bogen.de

Telefonisch sind wir erreichbar unter 0170 810 45 80 und 0163 581 05 16.

Nicole Hein   Lutz Meyer

 

 
 

Wort und Bogen

Der von Amors Pfeil Getroffene entbrennt in Liebe, ob er will oder nicht. Auch Worte sind Pfeile und lösen Emotionen aus. Anders als Amors Pfeil zielen Worte nicht nur auf das Herz, sondern auch auf den Kopf. Worte bewirken, wenn sie treffsicher platziert werden, Handlungen – mit oft ...
Von dem Philosophen Klaus Oehler stammt das treffliche Wort „Den Bogen des Odysseus spannt nur der Odysseus“. Das bezieht sich auf den Schluss der Odyssee. Die Freier, die die Gunst der Gattin des Odysseus erlangen möchten, mühen sich, den Bogen des Odysseus zu spannen. Einer nach dem ...
Erlebe Sprachkunst als Kunst des Bogenschießens. Spanne den Bogen deiner Sprache, ohne ihn zu überspannen. Erkenne, dass es auch in der Sprache Fehlschüsse gibt und mancher Pfeil und mitunter sogar der Bogen bricht – brechen muss. Diesen Bruch gibt es auch in der Sprache. Eine wichtige ...
Analog zum natürlichen oder traditionellen Bogenschießen geht es uns um natürliches Sprechen und Denken, befreit von Einengungen und Kanalisierungen und sehr dicht dran an der unmittelbaren Erfahrung der Sache, die wir zur Sprache bringen wollen. Wir nennen dieses Sprechen ...

Kurs, Beratung, Text

Sprachparcours

Du kannst uns für Einzelberatungen ebenso buchen wie für Seminare und Workshops (Präsenzveranstaltung und Online). Du kannst uns auch beauftragen, für dein Unternehmen eine unverwechselbare Sprache zu finden.

Und weil eine Sprache, die andere bewegt, nicht unbeweglich sein darf, bieten wir „Sprache in Bewegung“ an – eine individuelle Kombination aus Sprache und Wanderungen.

Nimm einfach Kontakt zu uns auf: hallo@wort-und-bogen-de. Oder ruf uns an unter 0170 810 45 80 oder 0163 581 05 16. Für die Inspiration zwischendurch schau bitte auch in unseren Blog “Schussprotokolle” ganz unten auf dieser Seite.

Was erwartet dich bei uns? Hier ein Einblick:

Es gibt unzählige Sprachratgeber. Und alle sind sich in einem Punkt einig: Man solle negative Formulierungen möglichst vermeiden und die Dinge positiv ausdrücken. Das Negative schreckt – so die Überzeugung der Autoren – ab und verhindert so, dass der Adressat eines Textes sich mit ihm ...
Puristen und Minimalisten der Sprache sind den auf sprachliche Opulenz setzenden Stilisten fast immer vorzuziehen. Doch ist das Weglassen eine Kunst für sich. Man kann nämlich nicht nur Füllwörter weglassen, erläuternde Nebensätze und sich in Kleinigkeiten verlierende Betrachtungen oder ...

Blog: Schussprotokolle

27.04.2021 Ein Autor, der nichts weiß, nichts kennt; nichts kann und der nie ein Leben wirklich gelebt hat, wird nur wenig Interessantes mitzuteilen haben. An ihm ist nichts Spannendes. Er wird langweilen. Ein guter Autor muss leben, darf sich nicht einkerkern lassen – weder geistig noch in seiner physischen Beweglichkeit, Ausgangssperren (zumal geistiger Art) gibt es für ihn nicht. Er muss nicht nur leben, sondern auch lesen – nicht oberflächlich, sondern in durchdringender Aneignung. Und damit kommen wir zum Training. Um den Geist und seine Sprache zu schulen, empfiehlt es sich, sich ab und an in neue Wissensgebiete einzuarbeiten. So erweitert man nicht nur den Horizont, sondern auch das Vokabular, lernt mit ungewohnten Begrifflichkeiten umzugehen, sie als Werkzeuge zu handhaben. Wer in einer Erzählung das Leben eines Metzgers beschreibt, muss nicht selbst das Metzgerhandwerk beherrschen, aber er muss die Sprache des Metzgers kennen. Gleiches gilt für die Seefahrt und für jeden anderen Bereich. Im Idealfall sammelt man natürlich auch praktische Erfahrungen. Doch die Mindestanforderung ist die Beherrschung der jeweiligen Sprache. Dabei geht es nicht um eine rein technische Übernahme einer Fachsprache. Es geht darum, sich über den Sprachgebrauch in eine fremde Welterfahrung hineinzufühlen und hineinzudenken und selbst darüber zu sprechen. Diese Trainingsform kann man jederzeit ausüben, auch völlig zweckfrei, also wenn man nicht gerade einen Seefahrer- oder Metzgerroman plant. Es geht vor allem um die Übung.

25.04. 2021 Sprache gleicht dem menschlichen Körper. Sie kann harmonische oder weniger harmonische Proportionen aufweisen, sie kann wie der Körper Muskeln haben oder zu Verfettung neigen, sie kann schlaff und kraftlos sein oder gar kränkeln. Heute achten die meisten Menschen mehr auf ihren Körper als auf ihren Geist und seine Ausdrucksform, die Sprache. Die Muskeln der Sprache, das sind die Verben und Substantive, die Adjektive und Adverbien, das sind Satzbau, Logik, Stil und Grammatik. Nicht der aufgeblähte Bizeps allein macht die Kraft, sondern das koordinierte Zusammenspiel aller Muskeln. Das lässt sich trainieren. Wie jedes Training braucht auch sprachliches Training Zielvorgaben, Struktur und Disziplin. Eine trainierte Sprache ist frei von Verschlackung, Nachlässigkeit, Stumpfheit und Müdigkeit. Sie muss aber nicht unbedingt laut und vor Kraft strotzend daherkommen, sie weiß sich auch äußerst lässig und leicht zu bewegen. Wie lässt sich Sprache trainieren?

22.04.2021 Eine spannende Geschichte erzählen, spannende Erkenntnisse vermitteln: das möchte jeder Autor, ganz gleich, ob ein fiktionaler Text, ein Sachtext oder ein Gebrauchstext für werbliche Zwecke entsteht. Der Spannungsaufbau hat Analogien zum Bogenschießen – von der Fokussierung über die langsame Steigerung der Spannung bis zum Loslassen im rechten Moment. Der entscheidende Punkt ist der, dass die wesentliche Leistung bereits vor dem ersten Wort und vor dem Schuss erbracht ist. Anders als beim Bogenschießen lässt sich das Schreiben jedoch noch bis zum Ende steuern: Der losgelassene Pfeil findet entweder ins Ziel oder er geht daneben, nach dem Loslassen der Sehne kann ich das nicht mehr beeinflussen. Beim Schreiben hingegen zieht sich die Arbeit am Spannungsaufbau durch von der ersten bis zur letzten Seite, insofern gleicht die Textarbeit nicht dem einzelnen Bogenschuss, sondern einer ganzen Serie von Schüssen. Und nun wird es überhaupt erst interessant (um nicht zu sagen: spannend), denn es zeigt sich, dass der permanente Spannungsaufbau gut trainierte Muskeln erfordert. Sprachmuskeln. Dazu demnächst mehr.

21.04.2021 Noch nie wurde so viel geredet und geschrieben wie heute. Das liegt zum einen natürlich daran, dass noch nie so viele Menschen gleichzeitig den Erdball bevölkert haben wie heute. Und es liegt auch daran, dass es noch nie so leicht war wie heute, Worte zu veröffentlichen. Damit einher gehen jedoch gewisse Abnutzungserscheinungen. Das Wort wird inflationär, bedeutungslos, austauschbar. Es ist nicht mehr die prägefrische Münze eines Geistes, sondern das Kleingeld der täglichen Kommunikation. Damit verliert das Wort an Wert. Dennoch kann einem das unbedacht geäußerte Wort in Zeiten wie diesen schnell die Existenz kosten – es hängt also sehr viel an ihm. Beides sind gute Gründe, mit dem Wort bedachtsamer umzugehen, es sparsamer auszugeben, seinen Gebrauch und Gehalt abzuwägen. So wird dem Wort sein Gewicht zurückgegeben. So gewinnen auch wir etwas zurück – ein originäres und zugleich das differenzierungsstärkste Ausdrucksmittel unseres Geistes. Das kann auch für Unternehmen, deren Verhältnis zur Sprache hauptsächlich durch Werbung und PR gegeben ist, eine bereichernde Erfahrung sein.